Leichtathletik: Lindenmayer soll es richten

Gerade durchlebt der VfL Sindelfingen eine Pechsträhne: Nachdem Stabhochspringer Florian Gaul die Hallensaison absagen musste und sich Tobias Dahm nach einem Achillessehnenriss gerade wieder zurückkämpft, haben sich zwei weitere Topathleten des VfL Sindelfingen kurz vor den süddeutschen Meisterschaften, die im Glaspalast zum Heimspiel werden sollten, verletzt gemeldet. Nadine Hildebrand und Deniz Almas.

Beide wollten, eine Woche vor den deutschen Hallenmeisterschaften in Dortmund vor dem Heimpublikum glänzen, müssen nun aber ihre Hallensaison abbrechen. Für Nadine Hildebrand bedeutet das sogar: Die Leichtathletik-Hallenweltmeisterschaften in Birmingham finden im März ohne sie statt. In die Bresche springen müssen weitere hoffnungsvolle VfL-Athleten.

Tobias Dahm hatte es in den letzten Wochen nicht leicht. Erstmals seit 2016 stand er wieder im Kugelstoßring, an seine Leistungen aus dem Olympiajahr, als die Kugeln reihenweise über die 20-Meter-Marke flogen, konnte er aber noch nicht anknüpfen. Er bewegt sich mit seinen Stößen nahe der 19 Meter und musste sich vor zwei Wochen beim Stadtwerke Sindelfingen Hallenmeeting gleich mehrfach geschlagen geben. Nun hat er den Schwerpunkt auf das Training gelegt. „Ich muss erst mal schauen, wie ich die harte Trainingswoche verkrafte. Für die Süddeutschen habe ich mir deswegen nicht viel vorgenommen“, sagt Dahm, der es mit schlagkräftiger Konkurrenz um den Mannheimer Bob Bertemes und den Steinbacher Bodo Göder zu tun bekommt.

Nach dem Ausfall von Nadine Hildebrand stehen Sabrina Lindenmayer und Carolina Krafzik über die 60-Meter-Hürdenstrecke bereit. „Ich habe vor, schneller als in Mannheim zu laufen, eine tiefe 8,40 wäre super“, sagt Lindenmayer, die mit einer Medaille liebäugeln kann.

Im Stabhochsprung der Männer hofft Leo Lohre auf hohe Sprünge. Über die Sprintstrecken ist das etwa der talentierte Neuzugang Emmanuel Stubican. Er tritt über die 60- und die 200-Meter-Strecke an. Erst in der vergangenen Woche hat John-Henry Tate erneut seine Fähigkeit als Mann der letzten Gelegenheit bewiesen. Wie schon im vergangenen Jahr konnte er im letztmöglichen Wettkampf die 60-Meter-Norm für die deutschen Meisterschaften von 6,95 Sekunden auf den Punkt erfüllen. Über die 400-Meter-Strecke haben Yannik Frers und Michael Neitzel in dieser Saison schon starke Leistungen gezeigt. „Ich möchte eine schnelle Zeit laufen. Wenn ich abrufen kann, was ich im Training drauf habe, dann könnte es weit nach vorne gehen“, hat sich Frers vorgenommen.

Über die 4×400-Meter-Strecke hofft der VfL Sindelfingen, bei den Männern gleich mit zwei Staffeln an den Start gehen zu können. Gerade für die erste Garde ist Edelmetall in absoluter Reichweite.

In der U18 gehen VfL-Nachwuchstalente wie Jaqueline Hamann im Stabhochsprung oder Lea Creuzberger über die 200-Meter-Strecke an den Start. Auch auf die U18-Staffel der Jungs darf man gespannt sein.

Der Dagersheimer Luca Jakob hat eine Chance auf Gold im Stabhochsprung. Mit seinen 4,41 Metern aus dem Vorjahr führt er die Meldeliste an.

Quelle: SZ-BZ